Sigiriya

Warum der Löwenfelsen auf keiner Sri Lanka Rundreise fehlen sollte

Sigiriya der Löwenfelsen

Wenn wir eine Rundreise durch Sri Lanka planen, steht Sigiriya so gut wie immer auf der Liste. Fast alle unsere bisherigen Gäste berichten von Sigiriya als eines der Highlights. Der Felsen kommt schon von Weitem ins Blickfeld, rötlich, fast 200 Meter hoch, mitten im flachen Dschungel – man fragt sich sofort, wie jemand vor 1500 Jahren auf die Idee kam, da oben einen Palast zu bauen – und gleich als Nächstes: Wie bekam man damals die ganzen Baumaterialien auf den Felsen? Und wieso heißt er Löwenfelsen? All diese Fragen beantworten wir in diesem Artikel. 

Was ist Sigiriya?

König Kashyapa kam 477 n. Chr. auf unschöne Weise an die Macht: Er ließ seinen eigenen Vater einmauern und in den Tod schicken, um den Thron zu übernehmen, und vertrieb seinen Halbbruder Moggallana, den eigentlichen Erben, nach Indien. Aus Angst vor Rache ließ er sich die Festung bauen – der Palast auf dem Felsen, Lustgärten unten am Fuße des Felsen und einem Eingang, der früher direkt zwischen den Pranken eines riesigen steinernen Löwen hindurch führte. Noch heute sieht man die steinernen Löwenpfoten am Treppenaufgang. Die damalige Hauptstadt Anuradhapura verlegte er nach Sigiriya. 

495 n. Chr. kehrte Moggallana mit einem Heer zurück und besiegte ihn. Er verlegte die Hauptstadt zurück nach Anuradhapura und übergab Sigiriya buddhistischen Mönchen, die es über Jahrhunderte als Kloster nutzten. Im 12./13. Jh. verließen sie die Stadt und sie verschwand komplett im Dschungel. Erst Ende des 19. Jahrhunderts entdeckten britische Archäologen die Anlage wieder.

Die Fresken der Wolkenmädchen, die man heute noch sehen kann, waren ursprünglich Teil eines viel größeren Bildzyklus. Man geht von rund 500 Malereien aus, von denen nur eine Handvoll erhalten geblieben ist. Auch geologisch ist der Felsen eine Besonderheit: Er ist der erstarrte Rest eines uralten Vulkanschlots, weshalb er so hart und verwitterungsbeständig ist, dass er die umliegende Landschaft bis heute um 200 Meter überragt.

Seit 1982 ist Sigiriya UNESCO-Weltkulturerbe, zusammen mit Anuradhapura und Polonnaruwa gehörte es zu den ersten drei Stätten, die Sri Lanka überhaupt auf die Liste gebracht hat.

Die Löwenpforte Sri Lanka

Warum Sigiriya meistens Teil unserer Rundreisen ist

Sigiriya liegt im Cultural Triangle, zusammen mit Dambulla, Polonnaruwa und Anuradhapura – dort, wo die Sehenswürdigkeiten Sri Lankas dicht beieinander liegen. Für eine Rundreise ist das ein naheliegender Zwischenstopp: von der Westküste kommend, bevor es weiter nach Kandy oder ins Hochland geht. Wir bauen die Region deshalb fast immer in der ersten Hälfte der Tour ein.

Was macht man in Sigiriya?

Der Löwenfelsen selbst ist der Hauptgrund für den Besuch – der Aufstieg zur Felsenfestung oben, vorbei an den Fresken und der Löwenpforte. Unten am Fuße des Felsens liegen die alten Wassergärten, die man vor oder nach dem Aufstieg besichtigen kann. Manche unserer Gäste kombinieren den Besuch außerdem mit einer kurzen Fahrt zum Pidurangala Rock gleich nebenan. Oben angekommen hat man einen wunderschönen Blick auf den Sigiriya-Felsen.

Der Aufstieg

Was beim Aufstieg vor allem überzeugt: die atemberaubende Aussicht über die wunderschöne Landschaft. Außen entlang am Felsen geht es über Stufen, vorbei an den Sigiriya-Fresken, den berühmten Wandmalereien mit den Wolkenmädchen, die um das 5. Jh. gemalt wurden. Danach kommt die Löwenpforte mit den noch erhaltenen Pranken, und von dort sind es circa weitere hundert Stufen bis nach oben. Der Aufstieg ist anspruchsvoll, man braucht jedoch kein Bergprofi zu sein. Oben erwarten Sie beeindruckende Mauern und Ruinen der alten Felsenfestung. 

Ausblick von Sigiriya

Beste Zeit für den Besuch

Wir empfehlen den Aufstieg früh am Morgen. Kurz nach Öffnung, am besten gegen 7 Uhr am Eingang. Später am Vormittag heizt sich der Felsen auf und die Reisebusse bringen die Reisegruppen mit. Wer früh dran ist, hat auf der Plattform oft mehr Ruhe – und muss nicht in der Mittagshitze die Stufen hochgehen. Auch zum Sonnenuntergang lohnt sich der Aufstieg zweifelsohne. 

Pidurangala-Felsen

Wer die vielen Stufen vermeiden und den Sigiriya-Felsen in seiner vollen Pracht bestaunen möchte, der hat vom Pidurangala-Felsen aus einen wunderbaren Blick. Es dauert ca. 20 Minuten, bis man auf dem Felsen angelangt ist. Auch hier bieten sich der Sonnenaufgang- oder der Sonnenuntergang an.


Praktische Tipps

  • Zeit einplanen: 2–3 Stunden für Auf- und Abstieg, plus etwas Zeit oben zum Verschnaufen, die Palastmauern besichtigen und den wunderbaren Blick genießen
  • Kondition: Über 1.200 Stufen, teils etwas steil. Machbar für die meisten, aber bei Höhenangst kann es herausfordernd sein
  • Wasser und Snacks mitnehmen: Oben gibt es keine Shops
  • Eintritt: Circa 32,00 Euro pro Person

Wie lange dauert der Aufstieg auf Sigiriya?

Für den reinen Aufstieg sollte man mit 1 bis 1,5 Stunden rechnen, je nach Kondition und Pausen. Der Abstieg geht meist etwas schneller, vielleicht 45 Minuten. Insgesamt planen wir für Auf- und Abstieg zusammen etwa 2 bis 3 Stunden ein.

Wie lange sollte man in Sigiriya bleiben?

Für den Felsen selbst reicht ein Vormittag – wer früh startet, kann dann noch gemütlich das Frühstück im Hotel einnehmen. Die meisten unserer Gäste bleiben zwei bis drei Nächte in der Region. Von Sigiriya sind Polonnaruwa, Anuradhapura sowie die Nationalparks Wilpattu und Minneriya gut zu erreichen.

Wie viele Stufen muss man zum Löwenfelsen erklimmen?

Rund 1.200 Stufen sind es bis ganz nach oben. Klingt nach viel, verteilt sich aber auf mehrere Abschnitte mit Zwischenstopps – etwa an der Löwenpforte, wo man ohnehin eine Pause einlegt. Wer einigermaßen fit ist, kommt gut hoch, sollte sich aber Zeit lassen und nicht durchrennen.

Gut zu kombinieren: Dambulla und Kandy

Von Sigiriya aus ist es nicht weit zu den Höhlentempeln von Dambulla, die wir meistens auf der Route nach Kandy besichtigen, bevor es ins Hochland nach Nuwara Eliya geht.


Für wen lohnt sich ein Besuch von Sigiriya?

Sigiriya ist einer der Orte, die wirklich einzigartig sind. Die Lage in der Landschaft, die imposanten Ruinen auf dem Felsen, der wunderschöne Blick von oben und das weitläufige Gelände sprechen alle an, die Geschichte, Aktivität und Landeskunde miteinander verbinden möchten.

Gern planen wir Ihre individuelle Rundreise in Sri Lanka und nehmen Sigiriya als Reiseziel mit auf. Schreiben Sie uns einfach.

Bild von Dagmar Heuberger
Dagmar Heuberger

Director Srilight Travel

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